Burning memories, ein Dokumentarfilm von Alice Schmid

IM KINO AB 28. JANUAR

 

2021
Schweiz
80 Minuten
OV Deutsch – Untertiteln FR, EN, IT

Ihr ganzes Leben hat sich Alice Schmid mit den Themen Kinder, Gewalt und Missbrauch beschäftigt. Sie hat dazu Bücher geschrieben und Filme gemacht, ohne sich bewusst zu sein, dass sie selber in ihrer Jugend Opfer eines Missbrauchs war. Sie hat das Ereignis, als sie sechzehn war, nicht nur aus dem Bewusstsein verdrängt, sondern komplett vergessen. 50 Jahre später sieht Alice zufällig in Oslo das Gemälde „Pubertät“ von Edvard Munch mit einem nackten Mädchen, das sie schlagartig daran erinnert, was ihr damals passiert war.

Alice ist nach dem Missbrauchserlebnis verstummt. Sie landete bei Mädchen aus dem Bürgerkrieg im Kongo in einem katholischen Mädcheninternat in Belgien. Bei ihnen hat sie ihre Sprache wiedergefunden und ihre Faszination für den schwarzen Kontinent entdeckt, wo sie mehrere Filme gedreht hat. Der Schock der Erinnerung sitzt tief. Intuitiv reist sie in die Wüste Südafrikas.

Sie geht den Fragen nach: Weshalb konnte ihr das geschehen und warum hat sie geschwiegen? Wie funktioniert diese Form des Vergessens bzw. der Verdrängung? Wie kommt es, dass sie in all ihren Filmen genau diesen Fragen zu den Themen Missbrauch und Gewalt nachging, ohne an ihr eigenes Erlebnis zu denken? Alice will Antworten auf diese Fragen, geht zurück in Ihre Vergangenheit und richtet den Blick auf das Phänomen des Schweigens und der Verdrängung, das viele Frauen und auch Männer trifft.

In diesem Film agiert Alice Schmid zum ersten Mal in ihrem filmischen Werk vor der Kamera. Dabei wird ihr klar, warum sie all die Jahre Filme über Kinder und Gewalt gemacht hat. Warum sie so geworden ist, wie sie ist, und warum sie keine Angst vor Gewalt hat, sondern sich vor Nähe und Liebe fürchtet. Eine filmische Verarbeitung zu den gesellschaftsrelevanten Themen Selbstwertgefühl, Liebe und körperliche Nähe, häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, Verdrängung, Scham, Angst und der Platz der Kinder und Mädchen damals und heute in unserer Gesellschaft. Ihr Film ist eine persönliche Spurensuche nach Bildern, Worten und Emotionen, um sich mit sich mit ihrer eigenen Erfahrung zu versöhnen und um so Frauen wie auch Männern eine Tür zur selbstbestimmten Auseinandersetzung mit dem eigenen Missbrauch zu öffnen.

PREMIEREN UND SPECIALS

Zürich Riffraff – Montag 25. Januar 18:30
mit Alice Schmid und Mabelle Solano (Influencerin)

Luzern Bourbaki – Dienstag 26. Januar 18:00
mit Alice Schmid

Bern Rex – Mittwoch 27. Januar 20:00
mit Alice Schmid und Morena Diaz (Influencerin)

Winterthur Cameo – Donnerstag 28. Januar 20:15
mit Alice Schmid

 

 

Bern Rex – Samstag 30. Januar 11:00
mit Alice Schmid, Nora Scheidegger (Juristin mit Schwerpunkt Sexualstrafrecht), Leena Hässig (Beraterin bei Fachstelle Gewalt Bern) und Cyrielle Huguenot (Kampagnenverantwortliche Frauenrechte Amnesty International Schweiz)

Luzern Bourbaki – Sonntag 31. Januar 11:00
mit Alice Schmid, Pia Engler (Leiterin Haus Hagar und Kantonsrätin SP Luzern) und Amnesty International Schweiz

Zürich Riffraff – Sonntag 31. Januar 16:00
mit Alice Schmid, Susan A. Peter (Präsidentin Stiftung Frauenhaus ZH) und Priska Oberholzer (Beraterin bei Beratungsstelle für Frauen gegen Gewalt in Ehe und Partnerschaft BIF)

 

CAST & CREW

Regie & Drehbuch
Alice Schmid

Kinematographie
Karin Slater, Aurelio Buchwalder, Kaleo La Belle

Schnitt
Anja Bombelli

Musik
Alice Schmid

Sound Design
Guido Keller

Ton
Patrick Becker, Reto Stamm

Tonschnitt
Guido Keller

Produzent
Alice Schmid, Urs Augstburger

Produktion
Ciné A.S. GmbH, SRF Schweizer Radio und Fernsehen, SRG SSR

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