Die atemberaubende Landschaft des Oberengadins ist in den 1980er und 1990er Jahren Schauplatz einer Tragödie, die bis heute tabuisiert wurde. Von den Zürcher Unruhen inspiriert, widersetzten sich die Jugend-lichen den traditionellen Gesellschaftsregeln. Der Dorfplatz von Samedan wird zum Treffpunkt der Engadiner Jugendkultur. Doch mit dem gemeinsamen Musizieren und Kiffen dringt auch das Heroin in das Leben der Jugendlichen. Die Drogensucht und der Tod der eigenen Kinder ist ein Schock für die ganze Region. Ohnmacht und Schuld-zuweisungen spalten die Dorfgemeinschaft. Die rebellische Jugend, die Drogen konsumiert und rumlungert, passte nicht ins Bild der Postkarten-idylle. Eine Aufarbeitung findet nie statt. «Suot tschêl blau» gibt den Erinnerungen, welche Eltern und Freunde so lange für sich behalten haben, einen Raum. Ist heute eine Versöhnung, die Entstehung eines kollektiven Gedächtnisses in dieser Märchenlandschaft möglich?
AB 18. JULI IM KINO
Algarve, Ende der 90er Jahre. Milene lernt bei der Beerdigung ihrer Grossmutter eine kapverdische Familie.
Milene lebt im Haus ihrer Grossmutter, die gerade erst verstorben ist. Da ihre Eltern nicht mehr leben, wird eine ihrer Tanten zu ihrem Vormund. Im Verlauf der Geschichte beginnt Milene sich bei der Grossfamilie Mata, die von den Kap Verden eingewandert ist und inzwischen in der ehemaligen Fabrik der Grossmutter wohnt, wie zuhause zu fühlen. Milene und Antonio, einer der aktuellen Bewohner der Fabrik, werden ein Liebespaar und heiraten, was von Seiten der grossbürgerlichen Verwandtschaft Milenes bis aufs Letzte bekämpft wird.
Jack und Mathis sind Brüder. Jack ist gerade 18 geworden und wird von heute auf morgen Vormund von Mathis. Aber wie kümmert man sich um ein Kind wenn man selber noch eines ist und von der gemeinsamen Vergangenheit eingeholt wird? Für beide beginnt ein Abenteuer, welches sie durch halb Europa und wieder zueinander bringt, denn nichts ist stärker als die Familienbande.
Die elfjährige Sophie und ihr Vater, Calum, verbringen einen gemeinsamen Urlaub in einem türkischen Resort – eine wertvolle Zeit, da Sophie sonst bei ihrer Mutter lebt. Das Verhältnis von Vater und Tochter ist nah, doch immer wieder schleicht sich eine gewisse innere Abwesenheit Calums in die Beziehung ein. Regisseurin Wells lässt auch Bilder der erwachsenen Sophie, selbst Elternteil geworden, in ihrem Langfilmdebüt aufblitzen. Ein melancholischer (Rück-)Blick auf eine Kindheit.
Lisa, eine New Yorker Kindergärtnerin in der Midlifecrises, sieht in ihrem 5-jährigen Schüler Jimmy Roy den Ausweg aus ihrem langweiligen bürgerlichen Leben. Fasziniert vom einzigartigen poetischen Talent des Buben, ist sie zu allem bereit, um Jimmy das zu ermöglichen was ihr verwehrt bleibt.
Die Dreharbeiten finden in der Cité Picasso in Boulogne-Sur-Mer in Nordfrankreich statt. Beim Casting werden die vier Teenager Lily, Ryan, Maylis und Jessy ausgewählt, um im Film mitzuspielen. In der Nachbarschaft sind alle erstaunt: Warum haben sie nur „die Schlimmsten“ genommen?
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